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Norman Ismael Müller (NM) ist Klangkünstler/Improvisator, Musik- und Hörspielproduzent. Er betreibt das Meersburger Intermedia- und Klangkunstatelier Soundindex. Aktuelle und bevorstehende Tonträgerveröffentlichungen beinhalten Kollaborationen mit Bryan Day (Eloine), Hans-Joachim Irmler (Faust), Josephin Böttger & Felix Kubin, Simon Whetham, Ross Scott-Buccleuch (Diurnal Burdens) und Stefan Krausen. Weitere Produktionen von und mit NM sind auf CD, LP, Lathe Cut, Kassette und digital bei Labels in Großbritannien, den USA, Finnland, Belgien, Indonesien, und Deutschland erschienen und im Direktvertrieb, sowie bei ausgewählten Händlern erhältlich. Seit 2022 ist er als akademischer Mitarbeiter für Studiengangsentwicklung und Forschung der Hochschule für Musik, Trossingen zuständig für den Masterstudiengang Komposition mit den Schwerpunkten KI in Musikdesign, elektroakustische Komposition und Instrumental-/Vokalkomposition. Er ist Co-Kurator und Co-Moderator von internationalen Symposien wie AI in Music: Agency, Performance, Production and Perception (Hochschule für Musik, Trossingen, 2023); Stakeholder perspectives from practitioners, industry and academia (ebenda, 2025), sowie von Workshops im Bereich elektroakustischer Improvisation und Gruppenimprovisation wie Peripheral Techne (KI und Immersive Media Labor Latent Space, VS-Schwenningen, 2024) und Soundindex@DKollektiv (VEWA Espace de Création, Dudelange-Usines, Luxemburg, 2024).
Geboren 1982 (Sankt Georgen im Schwarzwald) in einer Familie von Fabrikarbeitern ohne Bezug zu Kunst und Musik, kam NM über Umwege und DIY-Ethos zu elektroakustischer Improvisation und Komposition für Live-Elektronik. Nach Realschule, Ausbildung und einem ersten Studium (internationale Betriebswirtschaftslehre, B.A. Honours, 2007) war er zunächst über zehn Jahre für Unternehmen verschiedener Branchen und Größen, für Hochschulen im In- und Ausland, sowie freiberuflich tätig, bevor er berufsbegleitend ein Masterstudium in MusicDesign absolvierte (M.A., Hochschule Furtwangen, 2021). Seit 2004 entwickelt er autodidaktisch experimentelle Instrumente und Methoden zur Erzeugung, Abstraktion und Kontextualisierung von Klängen. Öffentlich zeigte er dies erstmals in Cambridge mit einer audiovisuellen Performance (Klangcollage mit Live-Sampling und Visuals) unter dem Projektnamen Ypsmael bei einer Finissage (Changing Spaces, 29. Juni 2010), gefolgt von einem Schaufenster (Art Brut/Mixed Media Assemblage) im Rahmen einer Gruppenausstellung (Independents, 30. September bis 14. Oktober 2010), sowie mit einer Klangperformance (Live Elektronik, texturelle Geräuschmusik) im Programm eines Konzertabends mit Dieter Moebius (Cluster; Konzertreihe Bad Timing, 3. November 2010).
In den Jahren darauf erweiterten sich seine Soloprojekte und Kollaborationen auf über 200 Performances, drei selbstgebuchte Tourneen in den USA und Einladungen zu Konzertreihen und Festivals in über zehn europäischen Ländern (Auswahl ab 2012, alphabetisch): Bonner Theaternacht, Bonn (2014), Canessa Gallery, San Francisco (2018), Center for Contemporary Culture and Community, Indianapolis (2012), Coaxial Arts Foundation, Los Angeles (2018), Cornell University, Ithaca (2013), Donauhallen, Donaueschingen (2020), Dortmunder U, Dortmund (2014), Goldsmiths University of London, London (2013), High Desert Soundings, Joshua Tree (2018), Iklectic, London (2016, 2023), SuperCoda, Brooklyn/New York City (2013), Werkstatt für Improvisierte Musik, Bern (2014), Wysing Arts Centre, Cambridge (2012), ZKM Zentrum für Kunst und Medien (next_generation), Karlsruhe (2019).
2012 gründete NM eine Konzertreihe improvisierter Musik unter dem Projektnamen MaeLyps in London und Cambridge. Ende 2016 gehörte er in Sankt Georgen zu den Gründern der Projektgruppe Global Forest 2017, war Co-Initiator und künstlerischer Leiter der Dual Session#1, Symposium für Hörkultur im Deutschen Phonomuseum, sowie Gründungsmitglied des Global Forest Kunstvereins mit der Klangspiel Konzertreihe im Jahr 2018. 2019 war er Co-Initiator und Teammitglied des Reservoir Festivals an der Linachtalsperre (Schwarzwald), sowie Reservoir e.V. Gründungsmitglied.
Stipendien und Werkaufträge erhielt NM als Solist/Komponist und künstlerischer Leiter unter verschiedenen Projektnamen bei: Werkstatt für Improvisierte Musik (Kurz-Residency mit zwei Performances für Konzertreihe Zentral-deZentral, Bern, 2014), Global Forest Kunstverein (Artist Residency, St. Georgen, 2019), StiftungErlebnisKunst (Maker-Workshop und Performance für Global Forest, St. Georgen, 2019), STMWK (interdisziplinäre Performance und Produktion in München, 2022 - 2023, erschienen bei Steep Gloss, 2024), Musikfonds (interdisziplinäre Performance und Produktion für Reservoir Festival, 2023).
Unter den Preisträgern für die beste Produktion des Jahres, verliehen durch das Festival Hörspielwiese (Köln, 2022), erschien sein erstes, unter dem Projektnamen SmaelyP konzipiertes und realisiertes Kurzhörspiel Dein und mein Wald (Text: Dominik Irtenkauf) auf dem dritten Platz. Das Radiophrenia Festival präsentierte die englischsprachige Fassung des Stücks (Centre for Contemporary Arts, Glasgow, 2023), wie auch dessen Fortsetzung Dein und mein Meer (2025).
* Bild am Seitenanfang: NM bei Ensemble-Improvisation, Soundindex Studio, Meersburg.
Foto: Andreas Usenbenz